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Lange Straße 22
Gebäude aus der Zeit der Renaissance. Der
bemerkenswerte Dachstuhl mit den breiten in zwei Gruppen angeordneten
Schleppgaupen sowie die Durchbildung des Dachgeschosses der
Hofflügel sind wichtige Zeugen für das ehemals hier
betriebene Gerbergewerbe.
Lange Straße 23
Den bis heute noch wirksamen Charakter verdankt dieses
Haus offenbar einem durchgreifenden Umbau um 1790. Zeugnisse
hierfür sind die Dachgaupen der Straßenfront, der Laubengang
an der Hofseite, die achsiale Gestaltung der Gesamtanlage und die
Ausbildung einer bemerkenswerten Raumflucht im Obergeschoss des
Vorderhauses.
Lange Straße 24
Die bauliche Substanz ist der Übergangszeit
zwischen Gotik und Renaissance zuzuordnen. Dafür sprechen sowohl
die verschiedenen originalen Gewändeformen an der
Straßenfront als auch ein spätgotisches Fenstergewände
in der Hofwand des 1. Obergeschosses. Der Dachstuhl dürfte zu den
ältesten in Pirna gehören und ist in seiner Konstruktion mit
dem der Marienkirche verwandt.
Lange Straße 25
Das Haus zeichnet sich durch die weitgehend erhaltene
prächtige Fassade aus der Zeit des Barock aus. Durch die
Jahreszahl über dem Türschlussstein ist die geschlossene
architektonische Fassung mit 1740 zu datieren. Es dürfte das
jüngste der vier Häuser sein, da es nicht nur den Platz
unmittelbar hinter der Stadtmauer einnimmt, sondern auch ein Teil des
Wehrganges in den räumlichen Organismus eingegangen ist. Es stand
ehemals mit dem am Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochenen Schifftor in
direkter baulicher Verbindung.
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