Referenzobjekte
aus der Sanierung und Restaurierung historisch wertvoller Altbauten

Canaletto-Haus - Am Markt 7

Dieses spätgotische Bürgerhaus mit seiner über 500 jährigen Geschichte und einer herausragenden städtebaulichen Bedeutung für die Pirnaer Altstadt wurde erstmals im Jahre 1410 urkundlich erwähnt.
Im Inneren ist eine großzügige Raumstruktur an den fast komplett erhaltenen spätgotischen Holzbalkendecken abzulesen. Ein Umbau von 1926 brachte die Entfernung des 1880 angebrachten Bauschmuckes an der Fassade und die Wiederherstellung der fachwerkartigen Vorlagen im Dachbereich sowie die Freilegung der Maßwerkflächen.
Im Auftrag der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna wurde das Baudenkmal in den Jahren 1998/99 unter Leitung der Architektengemeinschaft Weise & Treuner (Dresden) grundhaft saniert.

Im Inneren finden sich spätgotische Holzbalkendecken, Renaissancegewölbe, Sandstein-Türgewände und eine Vielzahl originaler baulicher Details aus verschiedenen Epochen. Bemerkenswert ist der sogenannte Pretiosensaal im 1. Obergeschoss mit bemalter Holzbalkendecke und einem Wandbild ”Die Anbetung der Heiligen drei Könige” aus dem Jahre 1490. Die Bekrönung des Hauses bildet ein erhaltenes spätgotisches Kehlbalkendachwerk.

Hinter seinen dicken Mauern verbirgt das Gebäude exklusive Gewerberäume (Tourismusbüro Pirna, Fortbildungsakademie für Wirtschaft, Kellerbar) und außergewöhnliche Stadtwohnungen.



Lange Straße 22
Gebäude aus der Zeit der Renaissance. Der bemerkenswerte Dachstuhl mit den breiten in zwei Gruppen angeordneten Schleppgaupen sowie die Durchbildung des Dachgeschosses der Hofflügel sind wichtige Zeugen für das ehemals hier betriebene Gerbergewerbe.

Lange Straße 23
Den bis heute noch wirksamen Charakter verdankt dieses Haus offenbar einem durchgreifenden Umbau um 1790. Zeugnisse hierfür sind die Dachgaupen der Straßenfront, der Laubengang an der Hofseite, die achsiale Gestaltung der Gesamtanlage und die Ausbildung einer bemerkenswerten Raumflucht im Obergeschoss des Vorderhauses.

Lange Straße 24
Die bauliche Substanz ist der Übergangszeit zwischen Gotik und Renaissance zuzuordnen. Dafür sprechen sowohl die verschiedenen originalen Gewändeformen an der Straßenfront als auch ein spätgotisches Fenstergewände in der Hofwand des 1. Obergeschosses. Der Dachstuhl dürfte zu den ältesten in Pirna gehören und ist in seiner Konstruktion mit dem der Marienkirche verwandt.

Lange Straße 25
Das Haus zeichnet sich durch die weitgehend erhaltene prächtige Fassade aus der Zeit des Barock aus. Durch die Jahreszahl über dem Türschlussstein ist die geschlossene architektonische Fassung mit 1740 zu datieren. Es dürfte das jüngste der vier Häuser sein, da es nicht nur den Platz unmittelbar hinter der Stadtmauer einnimmt, sondern auch ein Teil des Wehrganges in den räumlichen Organismus eingegangen ist. Es stand ehemals mit dem am Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochenen Schifftor in direkter baulicher Verbindung.

Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 6
Das Gebäude entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Wohn- und Geschäftshaus. Die sehr gelungene Fassadengestaltung mit vielen schönen Details, wie Lisenen und Erker, gibt diesem Haus ein vornehmes Aussehen.

Im Auftrag der Städtischen Wohnungsgesellschaft Pirna wurde dieses Gebäude im Jahre 1999 saniert. Das Dach erhielt Schiefer in deutscher Deckung, das Erkertürmchen aus Zinkblech und die Hausansicht wurden restauriert und die Fenster originalgetreu nachgebaut. Besondere Aufmerksamkeit galt den Eingangstüren in den unteren Etagen, hier erfolgte die Wiederherstellung der Maserung durch Bierlasur-Anstriche. Im Treppenhaus fand man unter mehreren Latexbeschichtungen eine gut erhaltene Jugendstilmalerei in den Grundfarben beige-gelb-grün, welche  mühsam rekonstruiert und an guten Befundstellen sichtbar belassen wurde. Die Haupträume in den unteren Etagen sind durch Stuckelemente und durch eine sehr schöne, mit Holzimitation bemalte Stuckdecke geschmückt.